Zusammenfassung Bolivien

Da Peru und insbesondere die Cordillera Blanca für Bergsteiger eher im europäischen Sommer zu besuchen sind leisteten wir uns den Flug von Quito via Lima weiter nach La Paz mit der Idee Peru ein anderes Mal zu besuchen. Unser Gepäck blieb in Lima hängen und so ging es nach etwas Stress erst mal ohne Gepäck ins Hostel. Um 3 Uhr in der Nacht demonstrierte uns ein Taxifahrer, dass er seinen Beruf etwas verfehlt hatte und eher in der Formel 1 zu Hause wäre. Nach gemütlichem Start und dem Staunen über diese chaotische und laute Stadt, ein paar Almuerzos und kleineren Ausflügen (Valle de Luna) wurde uns schliesslich unser Gepäck nachgeliefert. Der Ausflug nach Copacabana und der Besuch der Isla del Sol war landschaftliche sehr schön. Es gibt unzählige Aussichtsterassen und es bot sich umso mehr an dort bei einem Bier zu verweilen, weil zwei Drittel der Insel aufgrund eines ernsthaften Streits zwischen zwei Dörfern nicht mehr zugänglich sind und das Wandern dadurch extrem eingeschränkt ist. Dank der Isla del Sol und der Schlafhöhe in La Paz (ca 3600 m für unser Hostel, El Alto ist noch höher) waren wir danach gut akklimatisiert für unsere Tour auf den Serainas Almillanis, ca 5100 m. Deutlich einsamer als in Ecuador, gibt es hier eher Pfadspuren und keine Wege und man ist garantiert alleine unterwegs. Tolle Landschaft und beim Abstieg schnellster Geröllsurf unseres Lebens, mit den Ski kaum zu überbieten.

Die Salar de Uyuni Tour verlief dann für uns wie für die meisten von denen wir bisher Infos bekommen haben: Sehr touristisch aber die Landschaften sind dermassen schön und einzigartig, dass man garantiert zufrieden nach Hause kommt. Als unser Fahrer auf der Rückreise freiwillig und komplett unerwartet die Ciudad perdida italiana angesteuert hat ist Michel komplett ausgeflippt und nach einer sehr impulsiven Freesolo Aktion hat es eine Weile gedauert bis ein möglicher Abstieg gefunden und das Desaster abgewendet war. Es existieren zwar ein paar wenige Tradrouten und gewisse Türme wurden 2017 (!) erstbestiegen aber das Potential für ein neues Klettergebiet scheint gross und der Ort ist atemberaubend. Gleich danach bekamen wir auch noch das Valle de Roca zu sehen. Es gibt dort so viele Felsen und Blöcke während vielen Kilometern, dass man ernsthaft aufpassen muss sich nicht zu verirren! Das wir gleich anschliessend noch einen Strauss mit 15 Jungen sahen hat sicher damit zu tun das dieser letzte Teil unserer Salar Tour nur wenig frequentiert wird. Anschliessend haben wir uns von den Salar Touristen verabschiedet und konnten in 2 Tagen mit dem Vulkan Uturuncu unseren ersten 6000er besteigen. Die Farben des Gesteins, die Schwefelfumarolen und die Aussicht sind herrlich. Die Besteigung an sich ist sehr einfach, knappe 2 Stunden Marsch im Geröll, mehr war nicht nötig. Dies auch deshalb weil unser sehr netter Fahrer Fausto mit seinem 4×4 fast nicht zu stoppen war. Die Kälte und der Wind können die Begehung allerdings stark beeinflussen. Wir waren in der warmen Saison dort und mit -8 °C war auch der Wind im Gipfelbereich ohne grössere Probleme auszuhalten.

Zurück in La Paz hatten wir die, im Nachhinein gesehen, längts überfällige Idee in der Boulderhalle La Cueva vorbeizuschauen. Obwohl die Halle nicht ganz Minimum Standard aufweist, hat dieser Tag unsere weitere Reise tief geprägt. Von den super netten Locals haben wir alle erdenklichen Tipps und per Whatsapp dann ständige Beratung bekommen. Grossen Dank nochmal an Marie und Dani an dieser Stelle. Es ermöglichte uns die spannende Konglomerat-Kletterei in La Paz selbst zu entdecken und wir erhielten alle nötigen Informationen für die Besteigung des Huyana Potosi ohne Guide. Den entsprechenden Kontakt für das günstigste Taxi, den Schlüssel für die Hütte, Routenbeschrieb und Verhältnisse. So standen wir dann wenig später wieder bei Sonnenaufgang zusammen mit vielen Neosteigeisengehern und ihren Bergführern auf dem Gipfel unseres vorerst höchsten Berges (6088m).

Jetzt waren wir zufrieden und gesättigt mit gemächlich und geduldig in der Höhe zu marschieren. Dies sollte gut auch im höheren Alter noch möglich sein, daurm wollten wir uns jetzt dem Klettern zu wenden und setzten unsere Reise fort. Weil uns des öfteren gesagt wurde, dass Busfahren integraler Bestandteil des Reisens in Südamerika ist wollten wir das respektieren und genehmigten und es eine 4-Tage 3-Nächte non-stop Bus-Reise von La Paz nach Bariloche. Das Schlafen in den Bussen ging erstaunlich gut, die Aussicht war eher bescheidener als erwartet und möchte man keine Kleinkinder die auf den Boden pinkeln, sollte man das Geld aufbringen für Cama anstatt Semi-Cama.

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